Technologie · Infrastruktur

AWS — wenn das Projekt es verlangt

AWS bauen und betreiben wir dort, wo ein Projekt es verlangt: internationale Zielgruppen, stark schwankende Lasten, Konzernvorgaben oder verwaltete Dienste, die man sonst selbst betreiben müsste. Mit europäischen Regionen und datenschutzkonformer Konfiguration. Was wir nicht tun: jedem Projekt eine Cloud verkaufen. Viele Mittelständler zahlen für Elastizität, die sie nie abrufen.

Projektbezogen im Einsatz

Was ist AWS?

Cloud lohnt sich bei echter Elastizität und bei verwalteten Diensten — nicht als Selbstzweck.

Wofür wir AWS einsetzen

AWS kommt ins Spiel, wenn die Anforderung es begründet. Ein Shop mit Zielgruppen in mehreren Ländern profitiert von Auslieferung nahe am Nutzer. Eine Kampagne, die Last in Stunden statt Monaten erzeugt, braucht Kapazität, die danach wieder verschwindet. Konzernkunden geben die Plattform teilweise vor — dann bauen wir dort. Und manchmal ist es ein einzelner verwalteter Dienst, der den Ausschlag gibt, etwa eine Datenbank mit automatischem Failover.

Typische Bausteine in unseren Projekten: EC2 oder ECS für die Anwendung, RDS für MariaDB oder PostgreSQL, S3 für Medien und Backups, CloudFront für die Auslieferung, Route 53 für DNS. Dazu ElastiCache, wenn Valkey oder Redis verwaltet laufen sollen, und SES für Transaktionsmails. Alles in europäischen Regionen, meist Frankfurt. Häufig ist AWS auch nur ein Teil: die Anwendung bei uns, einzelne Dienste dort — oder umgekehrt.

Wie wir AWS-Umgebungen aufbauen und betreuen

Infrastruktur beschreiben wir als Code, mit Terraform oder CloudFormation, statt sie in der Konsole zusammenzuklicken. Das ist kein Selbstzweck: Eine geklickte Umgebung kann niemand nachvollziehen und im Ernstfall auch niemand schnell wieder aufbauen. Rechte vergeben wir über IAM nach dem Prinzip der kleinsten nötigen Berechtigung, getrennt nach Konten für Test und Produktion. Netzwerk, Sicherheitsgruppen und Zertifikate gehören zum Aufbau, nicht zur Nacharbeit.

Zur Betreuung gehört die Rechnung. Wir richten Budgets und Alarme ein, prüfen regelmäßig, welche Ressourcen tatsächlich gebraucht werden, und schalten ab, was nur noch aus Gewohnheit läuft. Datenschutz klären wir vorab: europäische Regionen, Auftragsverarbeitungsvertrag, Verschlüsselung im Speicher und auf dem Transportweg. Für den Datenschutzbeauftragten Ihres Hauses liefern wir die technischen Angaben, die er für sein Verzeichnis braucht. Support läuft nach individuell vereinbarten SLA.

Grenzen und Alternativen

Der Standard des Hauses ist die eigene Proxmox-Infrastruktur, Serverstandort Deutschland. Für planbare Lasten ist sie meist wirtschaftlicher und vollständig unter eigener Kontrolle. Elastizität kostet Geld, auch wenn niemand sie abruft — und die meisten Mittelstandsprojekte haben einen Lastverlauf, der sich seit Jahren kaum ändert. Wer eine feste Grundlast in einer Umgebung betreibt, die für ein Vielfaches ausgelegt ist, zahlt Bereitschaft statt Leistung.

Dazu kommt der Bindungseffekt. Je tiefer eine Anwendung in verwaltete Dienste hineinwächst, desto aufwendiger wird ein späterer Umzug. Das kann richtig sein — man sollte es nur entscheiden und nicht hineinrutschen. Wir empfehlen den Weg, der zum Projekt passt, nicht den, der mehr Rechnungsposten erzeugt. Wenn AWS die bessere Antwort ist, bauen wir dort. Wenn nicht, sagen wir das vor dem Angebot und nicht nach der ersten Abrechnung.

Häufige Fragen

Ist AWS teurer als eigenes Hosting?

Bei planbarer Last ist eigenes Hosting in der Regel günstiger, bei stark schwankender Last kann AWS günstiger sein. Der Unterschied liegt im Abrechnungsmodell: Sie zahlen Bereitschaft, Datentransfer und einzelne Dienste statt einer festen monatlichen Größe. Rechnen Sie deshalb nicht die Maschine gegen die Instanz, sondern den erwarteten Lastverlauf über zwölf Monate. Ohne Budgets und Alarme wird eine AWS-Rechnung schnell unübersichtlich.

Ist AWS mit der DSGVO vereinbar?

Ja, bei entsprechender Konfiguration: europäische Regionen, Auftragsverarbeitungsvertrag, Verschlüsselung im Speicher und auf dem Transportweg, klar begrenzte Zugriffsrechte. Zu klären bleibt der Umgang mit personenbezogenen Daten im Einzelfall, etwa bei Logs, Backups und Analysediensten. Das ist eine Frage der Ausgestaltung, nicht eine Ja-oder-Nein-Frage. Seit Anfang 2026 gibt es zusätzlich die AWS European Sovereign Cloud mit erster Region in Brandenburg, betrieben über eine deutsche Gesellschaft und getrennt von den übrigen AWS-Regionen. Wer besonders sensible Daten verarbeitet, hat damit eine Option mehr — ob sie oder eigene Infrastruktur in Deutschland passt, prüfen wir vorab.

Übernehmen Sie eine bestehende AWS-Umgebung?

Ja, Sharpness übernimmt bestehende AWS-Umgebungen samt Betrieb, Updates und Kostenkontrolle. Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Ressourcen laufen, wer hat welche Rechte, was kostet was, und wie wurde die Umgebung aufgebaut. Geklickte Umgebungen überführen wir schrittweise in beschriebene Infrastruktur, damit sie nachvollziehbar und wiederherstellbar wird. Der Umfang der Betreuung wird in einer individuellen SLA-Vereinbarung festgehalten. Zugänge und Konten bleiben in Ihrem Besitz.

AWS im Bestand oder im Neubau?

Wir übernehmen auch Systeme, die woanders gebaut wurden — nach einem Blick in Code und Hosting.

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