Technologie · Shopsystem

WooCommerce: Onlineshops auf WordPress-Basis

WooCommerce setzen wir dort ein, wo bereits WordPress läuft und ein Shop dazukommen soll: kleine bis mittlere D2C-Sortimente, überschaubare Preislogik, Standard-Zahlarten. Wir bauen den Shop ins bestehende Theme, wählen die Erweiterungen bewusst aus und halten ihn aktuell. Und wir sagen früh, ab wann sich der Umstieg auf Shopware 6 rechnet.

für kleine D2C-Shops

Was ist WooCommerce?

WooCommerce ist eine Shop-Erweiterung für WordPress: Sie macht aus einer bestehenden Website einen Onlineshop mit Warenkorb, Kasse, Zahlarten und Versandregeln.

Wofür wir WooCommerce einsetzen

Der typische WooCommerce-Kunde hat schon eine WordPress-Website und will jetzt verkaufen: ein Hersteller mit einer Handvoll Produkte, ein Verlag mit Publikationen, ein Betrieb mit Zubehör zum eigenen Sortiment. Das Sortiment ist überschaubar, die Preise gelten für alle gleich, Versand und Zahlung sind Standard. Für diesen Fall ist ein eigener Shopware-Stack Aufwand ohne Gegenwert — Redaktion und Shop bleiben in einem System, es gibt nur eine Installation zu pflegen.

Der zweite Fall ist der Test. Ein Unternehmen will wissen, ob Direktvertrieb überhaupt funktioniert, bevor es in einen großen Shop investiert. WooCommerce ist dafür ein legitimer erster Schritt, solange von Anfang an klar ist, dass es einer sein kann. Wir legen Produktdaten deshalb so an, dass sie sich später übernehmen lassen, und dokumentieren, welche Erweiterungen wofür im Einsatz sind.

Wie wir mit WooCommerce arbeiten

Der Shop entsteht im vorhandenen Theme, nicht in einem zweiten Layout, das dem ersten ähnlich sieht. Produktvorlagen, Warenkorb und Kasse passen wir über Template-Overrides und Hooks an, statt Kernfunktionen zu verbiegen. Zahlarten laufen über die etablierten Gateways, Versand über regelbasierte Zonen. Wo Daten aus einer Warenwirtschaft kommen, arbeiten wir über die WooCommerce-REST-API — Import per CSV im Alltag ist eine Fehlerquelle mit Ansage.

Beim Betrieb gilt für WooCommerce dieselbe Regel wie für WordPress, nur schärfer: Ein Shop verarbeitet Bestell- und Zahlungsdaten. Updates von Kern, Theme und Erweiterungen gehen zuerst auf Staging, dann live. Jede zusätzliche Erweiterung wird geprüft, weil sie in den Bestellprozess eingreifen kann. Dazu kommen Backups, Monitoring und ein Blick auf die Ladezeit — ein Shop, der bei Lastspitzen wegkippt, kostet genau dann Umsatz, wenn es zählt.

Grenzen: wann wir zu Shopware 6 raten

Die Grenze ist erreicht, sobald B2B ins Spiel kommt. Kundenindividuelle Preise, Staffeln, Kundenhierarchien, Angebote, Freigaben, Punch-out: All das lässt sich in WooCommerce mit Erweiterungen nachbilden, und genau das ist das Problem. Man landet bei einem Stapel Plugins verschiedener Hersteller, die sich gegenseitig im Bestellprozess begegnen. Ein sauber implementierter Unsinn ist immer noch Unsinn. In solchen Fällen bauen wir den Shop auf Shopware 6.

Die zweite Grenze ist das Sortiment. Wächst der Katalog stark, kommen viele Varianten dazu oder soll der Bestand laufend aus einem ERP kommen, gerät WooCommerce an seine Struktur: Produktdaten liegen in den Postmeta-Tabellen von WordPress, und Filter- sowie Suchanfragen werden entsprechend teuer. Seit WooCommerce 8.2 liegt die Bestellverwaltung mit HPOS in eigenen Tabellen und ist bei Neuinstallationen Standard; Bestandsshops müssen die Umstellung aber aktiv nachziehen. Die Produktdaten bleiben davon unberührt. Wir migrieren solche Shops nach Shopware 6, inklusive Produktdaten, Kunden, Bestellungen und URL-Weiterleitungen.

Projekte mit WooCommerce

Ein Auszug — nicht die vollständige Kundenliste.

Häufige Fragen

Wann reicht WooCommerce und wann braucht es Shopware?

WooCommerce reicht für kleine bis mittlere Shops mit einem Preis pro Artikel, Standard-Zahlarten und ohne tiefe Systemanbindung — besonders, wenn schon WordPress läuft. Shopware 6 wird ab dem Punkt sinnvoll, an dem kundenindividuelle Preise, Staffelpreise, Kundenhierarchien, Freigabeprozesse, Punch-out oder eine dauerhafte ERP-Anbindung gefragt sind. Der Übergang zeigt sich meist daran, dass für jede neue Anforderung ein weiteres Plugin gekauft wird.

Wie läuft eine Migration von WooCommerce zu Shopware 6?

Bei einer Migration von WooCommerce zu Shopware 6 werden Produktdaten, Varianten, Kunden, Bestellungen und Medien übernommen, während Theme, Erweiterungen und Checkout neu aufgebaut werden. Wichtig sind die URL-Weiterleitungen: Alte Produkt- und Kategorieadressen müssen auf die neuen zeigen, sonst gehen Rankings verloren. Sharpness (Oldenburg) prüft vorher, welche Produktattribute im neuen Datenmodell überhaupt gebraucht werden — eine Migration ist der beste Zeitpunkt zum Aufräumen.

Ist WooCommerce für B2B geeignet?

Nur eingeschränkt. Grundlegende B2B-Anforderungen wie Nettopreise, Umsatzsteuer-ID-Prüfung oder ein Kundenlogin lassen sich mit Erweiterungen abbilden. Sobald jedoch kundenindividuelle Konditionen, Staffelpreise auf Artikelebene, Kundenhierarchien mit Zentrale und Niederlassungen, Bestellfreigaben oder OCI-Punch-out gebraucht werden, arbeitet man gegen den Aufbau des Systems. B2B ist kein D2C mit Login — für solche Projekte ist Shopware 6 die tragfähigere Grundlage.

WooCommerce im Bestand oder im Neubau?

Wir übernehmen auch Systeme, die woanders gebaut wurden — nach einem Blick in Code und Hosting.

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