Die alte TYPO3-Agentur antwortet nicht mehr
Anrufe bleiben unbeantwortet, Tickets stehen wochenlang offen, der zuständige Entwickler ist nicht mehr im Haus. Die Website läuft noch. Nur weiß niemand, wer sie im Ernstfall wieder hochbringt.
TYPO3-Wartung
TYPO3-Wartung heißt bei der Sharpness Solutions GmbH in Oldenburg: Jedes TYPO3 Security Bulletin wird am Tag der Veröffentlichung auf Betroffenheit geprüft, Updates laufen erst auf Staging, dann live — im Zeitfenster, das im Service Level Agreement vereinbart ist. Dazu Extension-Pflege, eine passende PHP-Version, Backups mit getesteter Rücksicherung und Redaktionssupport. Wir übernehmen auch bestehende Installationen. Vorher sehen wir in Code und Hosting nach und geben eine schriftliche Einschätzung ab — erst danach reden wir über einen Vertrag.
Die wenigsten Anfragen zur TYPO3-Wartung beginnen mit einem Angriff. Sie beginnen damit, dass jemand feststellt: Seit zwei Jahren hat niemand mehr etwas an diesem System gemacht. W3Techs weist Anteile je TYPO3-Hauptversion aus (Abruf 16. August 2026): 24,8 Prozent Version 13, 24,7 Prozent Version 12, 17,0 Prozent Version 11, 10,3 Prozent Version 10, 1,2 Prozent Version 14, der Rest ältere Versionen. Auf die noch kostenlos unterstützten Versionen 13 und 14 entfallen damit 26,0 Prozent; die Differenz von rund 74 Prozent haben wir daraus gerechnet, sie steht so nicht bei W3Techs. Bezugsgröße sind die von W3Techs erfassten TYPO3-Sites, bei denen die Hauptversion erkennbar war — nicht alle TYPO3-Installationen. Das ist keine Ausnahme. Das ist der Normalfall.
Anrufe bleiben unbeantwortet, Tickets stehen wochenlang offen, der zuständige Entwickler ist nicht mehr im Haus. Die Website läuft noch. Nur weiß niemand, wer sie im Ernstfall wieder hochbringt.
Der kostenlose Support für TYPO3 v12.4 endete am 30. April 2026. Sicherheitsfixes gibt es seitdem nur noch kostenpflichtig über ELTS, zuletzt 12.4.48 vom 14. Juli 2026. Wer weder ELTS bucht noch aufrüstet, sammelt seit diesem Datum offene Lücken an.
Am 9. Juni 2026 erschienen an einem Tag 14 TYPO3-Sicherheitsadvisories, fünf davon mit Schweregrad High. Betroffen waren Form Framework, File Abstraction Layer, HTML Sanitizer, DataHandler und Indexed Search — quer über die Versionen 10 bis 14.
Backups der TYPO3-Datenbank und des fileadmin laufen. Ob sich daraus eine lauffähige Installation wiederherstellen lässt, hat nie jemand geprüft. Das zeigt sich erfahrungsgemäß erst dann, wenn es darauf ankommt.
Ein neuer Kollege soll TYPO3 pflegen und findet den Dateiupload nicht. Für so eine Frage startet beim bisherigen Dienstleister ein Ticketprozess mit Angebot. Also fragt niemand mehr, und die Inhalte veralten still vor sich hin.
Datenschutzbeauftragte oder Wirtschaftsprüfung fragen, wann zuletzt aktualisiert wurde. Es gibt keine Liste, kein Protokoll, keinen Report. Nachweisen lässt sich damit nichts — und Artikel 32 DSGVO verlangt ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, kein gutes Gefühl.
TYPO3-Wartung besteht aus vier Arbeiten, die wenig miteinander zu tun haben: Core-Updates, Extension-Pflege, Pflege des Unterbaus und Redaktionssupport. Reguläre Maintenance-Releases erscheinen dienstags, etwa einmal im Monat je aktiver LTS-Version. Sicherheitsreleases erscheinen in der Regel an denselben Dienstagen — 2026 etwa am 9. Juni, am 14. Juli und am 11. August — und dann für alle unterstützten Versionen gleichzeitig. Wichtige Bulletins kündigt das TYPO3 Security Team vorab an, als Pre-Announcement im Format TYPO3-PSA; bei dringenden Fällen behält TYPO3 sich eine Veröffentlichung ohne Vorankündigung ausdrücklich vor. Planbar ist also der Termin, nicht der Umfang: Am 9. Juni 2026 waren es 14 Advisories auf einmal. Wer erst zum nächsten Monatstermin nachsieht, betreibt bis dahin eine Installation mit öffentlich dokumentierten Lücken.
Ein TYPO3 Security Bulletin ist kein Warnhinweis, sondern ein Arbeitsauftrag mit vollständigen Angaben: betroffene Komponente, Verwundbarkeitstyp, Schweregrad, CVSS-v4.0-Vektor, CVE- und CWE-Nummer, betroffene und behobene Versionen. TYPO3-CORE-SA-2026-021 vom 11. August 2026 meldet etwa Broken Access Control in ext:backend und ext:install, Schweregrad High, CVE-2026-19418, betroffen sind 13.0.0 bis 13.4.33 und 14.0.0 bis 14.3.5, behoben in 13.4.34 und 14.3.6. Daraus lässt sich in Minuten entscheiden, ob eine Installation betroffen ist. Vorausgesetzt, jemand liest mit.
Sharpness verfolgt die TYPO3 Security Bulletins über die Mailingliste typo3-announce, den RSS-Feed und die Kanäle des TYPO3 Security Teams. Eingespielt wird nicht direkt im Produktivsystem: Updates laufen zuerst auf einer Staging-Kopie, dort werden Backend, Formulare, Suche, Bildverarbeitung und Mailversand geprüft, danach folgt das Deployment. Die TYPO3-Dokumentation ist da selbst deutlich: Innerhalb einer LTS-Linie soll man jedes Patch-Release einspielen — auf 13.4.33 folgt 13.4.34, andere Sprünge gibt es dort nicht. Wer noch auf einem Sprint-Release wie 13.2 sitzt, muss auf die LTS-Linie 13.4 wechseln, weil die Vorgängerversionen nicht mehr unterstützt werden. Das ist keine Empfehlung einer Agentur, das steht im Handbuch.
Die laufende TYPO3-Version steht im Backend unter Hilfe > Über TYPO3 und im Kopfbereich des Install Tools; auf der Kommandozeile liefert composer show typo3/cms-core die exakte Patchversion, in Composer-Installationen auch vendor/bin/typo3 --version. Von außen lässt sich die Version nicht zuverlässig ablesen. Für eine belastbare Einschätzung genügt die Domain allein deshalb nicht.
Kostenlose Sicherheitsupdates erhalten am 16. August 2026 nur TYPO3 v13 LTS und TYPO3 v14 LTS. Aktuelle Patch-Releases sind zu diesem Stand 13.4.34 und 14.3.6, beide vom 11. August 2026. Der kostenlose Support läuft für v13 LTS bis zum 31. Dezember 2027 und für v14 LTS bis zum 30. Juni 2029. TYPO3 v12.4 ist am 30. April 2026 herausgefallen, v11.5 am 31. Oktober 2024, v10.4 am 30. April 2023. Für TYPO3 v9 und älter gibt es überhaupt keinen Update-Pfad mehr: Der kostenpflichtige ELTS lief für v9.5 am 30. September 2025 aus, für v8.7 bereits am 31. März 2024. Quelle: get.typo3.org, abgerufen am 16. August 2026. Versionsstände und Fristen prüfen wir monatlich gegen diese Quelle.
Nach den W3Techs-Zahlen vom 16. August 2026 verteilen sich die erkannten Installationen so: TYPO3 v13 auf 24,8 Prozent, v12 auf 24,7 Prozent, v11 auf 17,0 Prozent, v10 auf 10,3 Prozent, v14 erst auf 1,2 Prozent. Hält man das gegen die Support-Fristen, bekommen 26 Prozent der von W3Techs erfassten Installationen kostenlose Sicherheitsupdates. 22 Prozent der von W3Techs erfassten Installationen laufen auf Version 9 oder älter und haben gar keinen Pfad mehr. Für diese 22 Prozent ist ein Versionssprung in aller Regel kein Upgrade mehr, sondern ein Relaunch: Die eingesetzten Extensions existieren meist nicht mehr in kompatibler Form, und der Weg über mehrere Hauptversionen kostet mehr als ein Neuaufbau auf TYPO3 v13 LTS mit Migration von Inhalten, Medien und Redirects. Wenn Ihre Installation veraltet ist, sind Sie damit in der Mehrheit. Ungefährlicher wird sie davon nicht.
Zwischen ELTS und Upgrade entscheidet die Restlaufzeit, nicht der Geschmack. ELTS ist gekaufte Zeit: Die TYPO3 GmbH ruft für v12 seit April 2026 3.200 Euro pro Jahr und Instanz vor Rabatten auf, für v10 und v11 unverändert 2.800 Euro. Ein Upgrade kostet einmalig mehr und beendet die Frage. Dazu gehört immer der Unterbau: v13 und v14 verlangen beide PHP 8.2 bis 8.5, MariaDB ab 10.4.3 oder MySQL ab 8.0.17 und Composer ab 2.1. Da PHP 8.2 am 31. Dezember 2026 sein Lebensende erreicht, planen wir gleich auf 8.3 oder 8.4 — sonst steht die nächste Migration in wenigen Monaten an.
Eine ungepflegte TYPO3-Installation wird nicht am Tag des Angriffs teuer, sondern in den Monaten davor: Der Abstand zwischen Ihrer Version und dem aktuellen Stand wächst, und mit ihm die Zahl der Arbeitsschritte, die ein Update nachholen muss. Eine TYPO3-Instanz, die zwei Jahre niemand angefasst hat, ist nicht ein Update entfernt, sondern eine Kette: Core-Sprung, Extensions ohne kompatiblen Nachfolger, PHP-Version, Datenbank, dazwischen Custom-Code, den niemand dokumentiert hat. Jeder Schritt hängt vom vorherigen ab. Genau deshalb wird aus einem Update irgendwann ein Projekt mit Angebot, Zeitplan und Budgetfreigabe.
Die zweite Kostenstelle einer ungepflegten TYPO3-Installation ist der Zeitdruck. Wenn ein Security Bulletin erscheint und die eigene Instanz betroffen ist, gibt es keine Wahl mehr zwischen sauber und schnell. Der 9. Juni 2026 war so ein Tag. Ein gepflegtes System nimmt vierzehn Advisories in einem Arbeitsgang auf. Ein ungepflegtes braucht erst Bestandsaufnahme, dann Testumgebung, dann Nacharbeit an Extensions — alles gleichzeitig und alles eilig.
Zur dritten Kostenstelle wird der fehlende Nachweis, meist erst, wenn jemand danach fragt. Artikel 32 Absatz 1 DSGVO verlangt technische und organisatorische Maßnahmen nach dem Stand der Technik, ausdrücklich die dauerhafte Sicherstellung von Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit, die rasche Wiederherstellung nach einem Zwischenfall und ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung. Seit Dezember 2025 gilt zusätzlich das deutsche NIS2-Umsetzungsgesetz für rund 30.000 Unternehmen in 18 Sektoren — 11 Sektoren hoher Kritikalität nach Anlage 1, 7 weitere nach Anlage 2 —, mit Registrierungspflicht und Meldefristen von 24 und 72 Stunden. Ob Ihr Unternehmen darunterfällt, beurteilt ein Anwalt, nicht Ihre Agentur.
Was ein Wartungsvertrag nicht kann: einen Einbruch verhindern. Er verkürzt das Fenster zwischen Bulletin und Patch, hält den Unterbau auf einem unterstützten Stand und macht belegbar, wann gehandelt wurde. Mehr nicht. Wer mehr verspricht, verwechselt Wartung mit einer Versicherung.
Sharpness übernimmt bestehende TYPO3-Installationen unabhängig davon, wer sie gebaut hat — auch als laufende Wartung ohne vorherige Zusammenarbeit. Das ist der häufigste Anlass für eine Anfrage: Die bisherige Agentur reagiert nicht mehr, hat den Betrieb eingestellt, oder die Zusammenarbeit endet aus anderen Gründen. Gebraucht werden ein Backend-Zugang mit Administratorrechten, SSH- und SFTP-Zugang zum Server, Zugriff auf das Git-Repository und möglichst die Domain- und DNS-Verwaltung. SSH ist dabei der kritische Punkt: Ohne Shell-Zugriff lässt sich ein TYPO3-Projekt nur mit erheblichem Umweg betreuen. Wenn der Vorgänger nicht antwortet, fordern wir die Zugänge selbst an.
Die Bestandsaufnahme steht vor der Zusage, nicht danach. Wir sehen uns Core-Version und Extension-Inventar an, die Backend-Konten und wer davon überhaupt noch aktiv ist, PHP- und Datenbankversion, ob eine Composer- oder eine Legacy-Installation vorliegt, wie umfangreich die Custom-Extensions sind, TypoScript und TSConfig einschließlich der in der Datenbank gespeicherten Teile — und wir sehen im fileadmin nach, ob dort Dateien liegen, die dort nichts zu suchen haben. Finden wir Spuren einer Kompromittierung, ist das kein Wartungsfall: Dann steht eine saubere Neuaufsetzung an, mit eigenem Angebot. Für einen Zustand, den man nicht kennt, kann man keine Verantwortung übernehmen.
Was dabei zutage kommt, ist selten überraschend und trotzdem unangenehm: fehlende Dokumentation, proprietäre Extensions ohne Quellcode, kommerzielle Lizenzen auf den Namen der alten Agentur, Domain oder Hosting auf fremdem Namen registriert, Backups, die nie zurückgespielt wurden, ungeklärte Nutzungsrechte an Individualentwicklungen. Wir dokumentieren den Ausgangszustand und lassen ihn schriftlich bestätigen, damit später unterscheidbar bleibt, was wir vorgefunden und was wir verursacht haben. Und wir sagen ab, wenn ein System so gebaut ist, dass wir dafür nicht geradestehen können.
Ein Wartungsvertrag besteht bei Sharpness aus einem festen und einem vereinbarten Teil. Fest sind: Beobachtung der TYPO3 Security Bulletins und Bewertung der Betroffenheit, Einspielen von Sicherheits- und Bugfix-Releases nach Test auf Staging, Extension-Pflege einschließlich der Frage, was mit unbetreuten Erweiterungen geschieht, Pflege von PHP und Datenbank, Backups mit Rücksicherungstest, Monitoring und ein Protokoll der durchgeführten Arbeiten. Vereinbart werden Reaktions- und Servicezeiten: Die stehen in einem individuellen Service Level Agreement, weil eine Hochschulwebsite andere Anforderungen hat als ein Vertriebsportal. Für Behörden und Hochschulen gehören die üblichen Nachweise dazu: Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO, Serverstandort Deutschland und Update-Protokolle in einer Form, die man dem Datenschutzbeauftragten vorlegen kann. Prüfung und Nachbesserung der Barrierefreiheit nach BITV 2.0 sind dagegen ein eigenes Projekt.
Unsere Regelzeiten sind Mo–Fr 9:00–16:00 Uhr. Ein Bulletin, das Freitagabend erscheint, bewerten wir am Montag. Wer eine Abdeckung außerhalb dieser Zeiten braucht, vereinbart eine Rufbereitschaft im Service Level Agreement — sie kostet extra, und ohne ausdrückliche Vereinbarung gibt es sie nicht. Gehört der Betrieb dazu, läuft die Installation im Managed Hosting von Sharpness auf eigenen Proxmox-Clustern mit Serverstandort Deutschland. Laufende Störungen melden Sie über das Support-Formular unter sharpness.de/support oder telefonisch unter 0441 21 21 63 0.
Nicht im Wartungsvertrag enthalten sind Major-Upgrades zwischen zwei Hauptversionen — etwa von TYPO3 v12 über v13 auf v14 —, weil sie Breaking Changes, den Upgrade Wizard und Anpassungen am Custom-Code bedeuten. Neue Funktionen, Redesigns und zusätzliche Erweiterungen sind ebenfalls Projekte. Das klingt zunächst nach weniger Leistung als bei Anbietern, die alles einschließen. Ob es für Sie günstiger ist, hängt davon ab, wie oft ein Hauptversionssprung ansteht — nötig ist er spätestens, wenn der kostenlose Support Ihrer LTS-Linie endet.
Redaktionssupport ist die vierte dieser Arbeiten und bei Sharpness fester Bestandteil der TYPO3-Wartung, kein Zusatzposten. Kurze Fragen aus der Redaktion — warum ein Bild im Frontend nicht erscheint, wie ein Inhaltselement in eine andere Sprache kopiert wird, was der Cache gerade zurückhält — beantworten wir, ohne dass daraus ein Angebotsvorgang wird. Und wir richten die Betreuung so ein, dass Sie sie beenden können: Quellcode in Ihrem Repository, Zugänge und Lizenzen auf Ihr Unternehmen ausgestellt, Domains auf Ihren Namen registriert, Installation dokumentiert. Abhängigkeit ist ein schlechtes Geschäftsmodell und ein noch schlechteres Argument.
Ablauf
Schicken Sie uns die Domain und, wenn vorhanden, einen Backend-Zugang. Sie bekommen eine kostenfreie schriftliche Ersteinschätzung zu Version, Extensions und Update-Stand — vor jedem Vertrag. Sharpness Solutions GmbH, Edewechter Landstraße 161, 26131 Oldenburg, Telefon 0441 21 21 63 0, info@sharpness.de, Mo–Fr 9:00–16:00 Uhr. Betreut wird bundesweit remote, Termine vor Ort in Oldenburg und im nordwestdeutschen Raum.
Sie schildern die Lage, wir klären, was vorliegt: TYPO3-Version, Hosting, Ansprechpartner beim bisherigen Dienstleister. Fehlen Zugänge, übernehmen wir die Kommunikation mit der alten Agentur — Sie müssen kein unangenehmes Gespräch führen.
Wir sichten Core-Version, Extension-Inventar, Custom-Code, TypoScript und TSConfig, PHP- und Datenbankversion, Backend-Konten und den fileadmin. Ergebnis ist eine schriftliche Einschätzung: was läuft, was offen ist, was teuer wird. Erst danach reden wir über einen Vertrag.
Wir spiegeln die Live-Installation in eine Staging-Umgebung und fahren dort den ersten vollständigen Update-Durchlauf. Was bricht, bricht auf einer Kopie. Hier zeigt sich auch, ob das vorhandene Backup tatsächlich zurückspielbar ist.
Deployment-Weg, Repository, Monitoring und Backup-Kette werden auf unsere Prozesse gelegt. Zugänge werden auf Ihr Unternehmen ausgestellt, nicht auf uns. Ob die Installation auf Ihrem bisherigen Hosting bleibt oder auf unsere Proxmox-Cluster mit Serverstandort Deutschland umzieht, entscheiden Sie.
Wir spielen die anstehenden Sicherheits- und Bugfix-Releases ein, räumen unbetreute Extensions auf und dokumentieren den Stand. Am Ende steht ein Protokoll, das Sie der Geschäftsführung oder dem Datenschutzbeauftragten vorlegen können.
Danach läuft die Betreuung nach dem vereinbarten Service Level Agreement: Bulletins beobachten, Updates testen und einspielen, Backups prüfen, Redaktionsfragen beantworten. Sie schreiben dabei an dieselbe Adresse und erreichen denselben Ansprechpartner wie im Erstgespräch, nicht ein Verteilerpostfach.
Projekte auf diesem System
Ein Auszug — nicht die vollständige Kundenliste.
Enthalten sind Sicherheits- und Bugfix-Updates des TYPO3-Cores, Extension-Pflege, Pflege von PHP und Datenbank, Backups mit Rücksicherungstest, Monitoring und ein Protokoll der durchgeführten Arbeiten. Nicht enthalten sind Major-Upgrades zwischen zwei Hauptversionen, neue Funktionen, Redesigns und die Entwicklung zusätzlicher Erweiterungen — das sind eigene Projekte mit eigener Planung und eigenem Angebot. Reaktions- und Servicezeiten stehen nicht pauschal im Vertrag, sondern werden als Service Level Agreement individuell vereinbart.
Ein TYPO3-Wartungsvertrag bei Sharpness wird nach Aufwand kalkuliert: der feste Teil als monatliche Pauschale, alles darüber hinaus nach tatsächlichem Aufwand. Eine Preisliste gibt es nicht, weil der Preis an nachprüfbaren Größen hängt: Anzahl und Art der Extensions, Umfang des Custom-Codes, Stufe des Service Level Agreements, ob das Hosting dazugehört und ob mehrere Sites auf einer Instanz laufen. Wer ohne Blick in die Installation einen Monatspreis nennt, kalkuliert einen Durchschnitt, den Sie mitbezahlen. Die Ersteinschätzung nach Domain und Backend-Zugang ist kostenfrei, das Angebot folgt nach der Bestandsaufnahme.
Nein, Major-Upgrades sind ein eigenes Projekt und nicht Teil der laufenden Wartung. Ein Sprung zwischen Hauptversionen bringt Breaking Changes mit sich, verlangt den Upgrade Wizard, die Prüfung jeder einzelnen Extension auf Kompatibilität und meist Anpassungen am Custom-Code. Von v12 auf v14 sind es zudem zwei Schritte, nicht einer: Der dokumentierte Weg führt über v13, weil der Core die Upgrade-Wizards nur für die letzten Hauptversionen mitbringt. Updates innerhalb einer Version, etwa von 13.4.30 auf 13.4.34, gehören dagegen zur Wartung.
Garantierte Reaktionszeiten vereinbart Sharpness im Service Level Agreement, gestaffelt nach Schwere der Störung — pauschal auf einer Website stehen sie bei uns nicht. Ohne SLA gilt die Grundzusage der Support-Seite: Bearbeitung in Eingangsreihenfolge innerhalb von 48 Stunden zu unseren Geschäftszeiten Mo–Fr 9:00–16:00 Uhr. Im SLA unterscheiden wir Reaktionszeit, also wann jemand mit der Bearbeitung beginnt, und Wiederherstellungszeit, also wann das System wieder läuft. Beide Werte und eine mögliche Rufbereitschaft außerhalb der Geschäftszeiten legen wir gemeinsam fest.
Die Bewertung beginnt am Tag des Bulletins: TYPO3 veröffentlicht die gepatchte Version zeitgleich mit dem Advisory, deshalb prüft Sharpness noch am selben Arbeitstag, ob die genannten Versionen und Komponenten die konkrete Installation überhaupt betreffen — TYPO3-CORE-SA-2026-021 vom 11. August 2026 betraf etwa nur 13.0.0 bis 13.4.33 und 14.0.0 bis 14.3.5. Danach folgt der Testlauf auf Staging, dann das Deployment. Wie schnell das je nach Schweregrad zu geschehen hat, steht im SLA, nicht in einem Werbeversprechen.
Kostenlose Sicherheitsupdates erhalten am 16. August 2026 nur TYPO3 v13 LTS und TYPO3 v14 LTS. Für v13 LTS läuft der kostenlose Support bis zum 31. Dezember 2027, für v14 LTS bis zum 30. Juni 2029. TYPO3 v12.4 ist am 30. April 2026 herausgefallen, v11.5 am 31. Oktober 2024 und v10.4 am 30. April 2023; dort gibt es Fixes nur noch kostenpflichtig über ELTS. Für TYPO3 v9 und älter existiert gar kein Pfad mehr. Quelle: get.typo3.org.
Eine Website auf TYPO3 v12.4 läuft nach dem 30. April 2026 technisch weiter, bekommt aber keine kostenlosen Sicherheitsfixes mehr — jede neu gemeldete Lücke wird nur noch im kostenpflichtigen ELTS-Programm behoben. Die aktuelle ELTS-Version ist 12.4.48 vom 14. Juli 2026, der Pfad reicht bis 30. April 2030. Die TYPO3 GmbH ruft dafür seit April 2026 3.200 Euro pro Jahr und Instanz vor Rabatten auf. Ohne ELTS und ohne Upgrade bleiben bekannte Lücken dauerhaft offen.
Für Bestandsprojekte gilt TYPO3 v13 LTS derzeit als empfohlene Version, v14 LTS lohnt vor allem dann, wenn ohnehin größere Anpassungen anstehen. v13 wird kostenlos bis zum 31. Dezember 2027 gepflegt, v14 bis zum 30. Juni 2029 — der längere Horizont spricht für v14, sofern Extensions und Custom-Code mitziehen. Die Systemanforderungen unterscheiden die beiden Versionen nicht: Beide verlangen PHP 8.2 bis 8.5, MariaDB ab 10.4.3 oder MySQL ab 8.0.17 und Composer ab 2.1. Entschieden wird über Extensions, Custom-Code und Restlaufzeit.
Bei einer kompromittierten TYPO3-Installation gilt diese Reihenfolge: Instanz vom Netz nehmen oder in den Wartungsmodus schalten, Backend-Konten sperren, Passwörter und den Encryption Key tauschen, einen Snapshot des kompromittierten Zustands sichern statt ihn zu überschreiben, dann fileadmin, typo3temp, Scheduler-Tasks und Administratorkonten auf fremde Einträge prüfen — und erst danach zurücksichern. Sind personenbezogene Daten betroffen, läuft die Meldefrist nach Artikel 33 DSGVO von 72 Stunden. Erreichbar sind wir Mo–Fr 9:00–16:00 Uhr, außerhalb dieser Zeiten nur mit vereinbarter Rufbereitschaft.
Extensions gehören zur Wartung, weil ein gepatchter Core allein nicht genügt. Für Erweiterungen gibt es eigene Bulletins. Liefert ein Autor keinen Fix in angemessener Zeit, entfernt das Security Team die betroffenen Versionen aus dem TYPO3 Extension Repository und empfiehlt die Deinstallation — 2026 etwa bei TYPO3-EXT-SA-2026-004 zur Extension „Amazon AWS SDK“. Eine Erweiterung kann einen Core-Fix sogar aushebeln: Bei TYPO3-EXT-SA-2026-001 vom 20. Januar 2026 überschrieb die Extension mailqueue die FileSpool-Komponente; die Lücke blieb trotz gepatchtem Core ausnutzbar, bis mailqueue selbst auf 0.5.1 beziehungsweise 0.4.3 aktualisiert war.
Ja, die Übernahme fremder TYPO3-Installationen ist bei Sharpness der häufigste Anlass für eine Zusammenarbeit. Wir sehen uns vor der Zusage Code, Extensions und Hosting an und geben eine schriftliche Einschätzung ab; erst danach entsteht ein Vertrag. Das ist keine Formalie, sondern die Bedingung. In seltenen Fällen sagen wir ab, etwa wenn zentrale Individualentwicklungen ohne Quellcode ausgeliefert wurden oder wir Spuren einer Kompromittierung finden — dann ist eine Neuaufsetzung ehrlicher als ein Wartungsvertrag.
Reagiert der bisherige Dienstleister nicht, fordert Sharpness die Zugänge selbst an und übernimmt die Kommunikation — Sie müssen kein unangenehmes Gespräch führen. Gebraucht werden ein Backend-Zugang mit Administratorrechten, SSH- und SFTP-Zugang, das Git-Repository und möglichst die Domain- und DNS-Verwaltung. Erfahrungsgemäß zieht sich das über Wochen. Sind Domain oder Hosting auf die alte Agentur registriert, wird daraus ein Rechtsthema — dann gehört ein Anwalt dazu, und die Übernahme verzögert sich entsprechend.
Betreuung ist auch auf fremder Infrastruktur möglich, solange SSH-Zugang, ein sauberer Deployment-Weg und ausreichende PHP- und Datenbankversionen vorhanden sind. Fehlt das, wird jede Wartung teurer als der Umzug. Wir betreiben eigene Proxmox-Cluster mit Serverstandort Deutschland; ein Wechsel ist möglich, aber keine Bedingung. Die Verantwortungsgrenze zwischen Hosting und Anwendung halten wir vor dem Start schriftlich fest, damit im Störungsfall niemand erst suchen muss.
Eine ausdrückliche Pflicht, TYPO3 zu aktualisieren, steht in keinem Gesetz. Artikel 32 Absatz 1 DSGVO verlangt aber technische und organisatorische Maßnahmen nach dem Stand der Technik und ein Verfahren zu deren regelmäßiger Überprüfung. Eine Installation mit seit Monaten öffentlich gemeldeten Lücken lässt sich damit schwer begründen, und die Rechenschaftspflicht aus Artikel 5 Absatz 2 DSGVO liegt beim Verantwortlichen, nicht bei der Agentur. Seit Dezember 2025 kommt für bestimmte Unternehmen NIS2 hinzu. Ob Sie darunterfallen, beurteilt ein Anwalt.
Anfrage
Wenn die Antwort „niemand" oder „keine Ahnung" lautet, sind Sie hier richtig. Wir sehen uns Code, Hosting und Extension-Stand an und sagen, was zuerst passieren muss — bevor über einen Vertrag gesprochen wird.