Zwei Systeme, eine ehrliche Empfehlung
TYPO3 spielt seine Stärken aus, wenn es komplex wird: mehrere Sprachen, mehrere Auftritte in einer Instanz, granulare Rechte und Freigabeprozesse, strukturierte Inhalte für große Redaktionen. Als TYPO3 Agentur setzen wir das System bis v14 LTS ein — für Corporate Websites und Portale, die über Jahre wachsen, ohne unübersichtlich zu werden.
WordPress ist die richtige Wahl, wenn der Auftritt schlanker ist: überschaubare Seitenstruktur, kleine Redaktion, schneller Livegang. Als WordPress Agentur bauen wir dabei keine Plugin-Türme, sondern kuratierte Blöcke und wenige, geprüfte Erweiterungen. Das hält die Site wartbar und die laufenden Kosten niedrig.
Beide Systeme sind PHP, und unser Team in Oldenburg besteht aus PHP-Entwicklern. Wir arbeiten in beiden auf Code-Ebene, nicht nur im Theme. Deshalb fällt die Empfehlung nach Anforderung, nicht nach Hausvorliebe — und manchmal lautet sie: Ihr aktuelles System reicht noch.
TYPO3 Upgrade von v8 bis v11 auf v14 LTS
Für TYPO3 v8 bis v11 gibt es keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Jede Woche auf einer dieser Versionen ist ein vermeidbares Risiko — für die Site selbst und für alles, was an ihr hängt. Ein Upgrade auf v14 LTS ist dagegen planbare Arbeit, kein Blindflug.
Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme: Welche Extensions sind im Einsatz, welche davon sind verwaist, wie viel Eigenentwicklung steckt im Projekt. Daraus entsteht ein Upgrade-Pfad mit klaren Etappen — inklusive Anpassung eigener Extensions auf PHP 8.x, Ersatz für nicht mehr gepflegte Pakete und einer Testumgebung parallel zum Livebetrieb. Erst wenn alles geprüft ist, schalten wir um.
Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 und BFSG
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Juni 2025. Betroffen sind Websites, über die Verbraucher Verträge abschließen können — Onlineshops, Buchungs- und Kundenportale. Eine unverbindliche Kontakt- oder Terminanfrage löst die Pflicht nicht aus. Damit ist Barrierefreiheit für viele Unternehmenswebsites keine Kür mehr, sondern Voraussetzung.
Wir bauen Barrierefreiheit in die Templates ein, nicht nachträglich drüber: semantisches HTML, ausreichende Kontraste, vollständige Tastaturbedienung, sinnvolle Fokusführung. Bei bestehenden Sites starten wir mit einem Audit gegen WCAG 2.2 AA und einem priorisierten Maßnahmenplan. Ein Overlay-Tool leistet das nicht — es verdeckt Probleme, statt sie zu lösen.
Backends, die Redaktionen wirklich benutzen
Eine Website veraltet an dem Tag, an dem die Redaktion aufhört, sie gern zu pflegen. Deshalb gehört das Backend für uns zum Designauftrag. In TYPO3 heißt das: aufgeräumte Eingabemasken, nur die Inhaltselemente, die tatsächlich gebraucht werden, und Rechte entlang Ihrer Organisation statt Adminzugang für alle.
In WordPress heißt es: kuratierte Blöcke statt Page-Builder-Wildwuchs. Inhalte bleiben strukturiert — und damit wiederverwendbar, auch beim übernächsten Relaunch. Zur Übergabe gehören Schulung und eine Dokumentation, die den Redaktionsalltag abbildet, nicht das Systemhandbuch.