Technologie · CMS

TYPO3: Entwicklung, Upgrades und Betrieb großer Websites

TYPO3 ist seit 2004 bei uns im Einsatz, aktuell bis Version 14 LTS. Wir bauen damit Auftritte, die mehr können müssen als eine Broschüre: mehrere Sprachen, mehrere Mandanten, abgestufte Redaktionsrechte, gewachsene Seitenbäume. Dazu kommen eigene Extensions und Upgrades aus alten Ständen. Betrieb und Support laufen über unsere eigenen Server in Deutschland.

seit 2004 im Haus

Was ist TYPO3?

TYPO3 ist ein Open-Source-Content-Management-System aus dem Enterprise-Umfeld, ausgelegt auf große Seitenstrukturen, mehrere Sprachen und differenzierte Redaktionsrechte.

Wofür wir TYPO3 einsetzen

TYPO3 kommt bei uns dann zum Zug, wenn eine Website organisatorisch komplizierter ist als technisch. Ein Konzern mit mehreren Marken, eine Verwaltung mit Fachbereichen, ein Verband mit Landesgruppen: Jede Einheit pflegt ihren Bereich, keine soll in fremden Bereichen etwas ändern können. Das Rechtesystem von TYPO3 ist dafür gebaut, mit Backend-Benutzergruppen, Seitenberechtigungen und getrennten Dateimounts. Bei einem WordPress-Setup endet dieselbe Anforderung regelmäßig in einer Sammlung von Rollen-Plugins.

Der zweite Klassiker ist Mehrsprachigkeit. Nicht „Übersetzung eingeschaltet“, sondern unterschiedliche Sprachbäume, Fallback-Regeln, länderspezifische Inhalte und Redaktionen, die in verschiedenen Sprachen arbeiten. Dazu kommen Auftritte mit vielen Seiten, die über Jahre gewachsen sind und in denen niemand mehr die vollständige Struktur im Kopf hat. TYPO3 hält solche Strukturen aus, solange Templates und Extensions sauber getrennt bleiben. Barrierefreiheit nach BITV und EN 301 549 planen wir dabei von Anfang an mit ein.

Wie wir mit TYPO3 arbeiten

Ein TYPO3-Projekt besteht bei uns aus Site-Konfiguration, TypoScript, Fluid-Templates und einer Handvoll eigener Extensions in PHP. Konfiguration liegt in Dateien und damit in der Versionsverwaltung, nicht im Backend verstreut. Installation und Extensions verwalten wir über Composer, Deployments laufen über eine Staging-Instanz. Content-Elemente bauen wir mit Content Blocks beziehungsweise eigenen Datenstrukturen statt mit generischen Baukasten-Elementen, damit Redakteure sehen, was sie pflegen, und nicht raten müssen.

Der wiederkehrende Projekttyp ist das Upgrade. Auftritte auf v8 bis v12 kommen zu uns, weil der Support ausgelaufen ist oder PHP auf dem Server aktualisiert werden muss. Wir prüfen zuerst die Extensions: Was ist im Core aufgegangen, was gibt es nur noch als Fremd-Extension ohne Pflege, was war ohnehin nie nötig. Danach wird in Schritten über die LTS-Versionen gezogen, nicht in einem Sprung auf v14.

Grenzen: wann TYPO3 zu viel ist

TYPO3 hat eine Lernkurve, im Backend wie in der Entwicklung. Für eine Unternehmenswebsite mit überschaubarer Seitenzahl, einer Sprache und einer Redakteurin, die gelegentlich eine Meldung einstellt, ist das System überdimensioniert. Da empfehlen wir WordPress mit eigenem Theme — schneller im Aufbau, im Alltag näher an dem, was solche Teams erwarten. Wir verkaufen niemandem ein Redaktionssystem, das er anschließend meidet, weil ihn das Backend abschreckt.

Die zweite Grenze ist der Shop. TYPO3 hat Shop-Extensions, aber ein Verkaufsprozess mit Preisregeln, Zahlarten, Retouren und ERP-Anbindung gehört in ein Shopsystem. Wenn ein TYPO3-Auftritt verkaufen soll, koppeln wir ihn mit Shopware 6, statt den Shop in das CMS zu zwingen. Umgekehrt gilt: Wer einen reinen Kampagnen-Onepager braucht, bekommt von uns keine TYPO3-Instanz mit Redaktionsworkflow, sondern etwas, das sich ohne Aufwand wieder abschalten lässt.

Projekte mit TYPO3

Ein Auszug — nicht die vollständige Kundenliste.

Häufige Fragen

Welche TYPO3-Version ist aktuell und wie lange wird sie unterstützt?

TYPO3 v14 ist seit April 2026 die aktuelle LTS-Version; v13 bleibt als vorherige LTS noch mit Sicherheitsupdates versorgt. LTS-Releases werden zunächst mit Bugfixes gepflegt, danach nur noch mit Sicherheitsupdates, anschließend gibt es kostenpflichtigen Extended Long Term Support über die TYPO3 GmbH. Wer heute neu baut, baut auf v14. Wer auf v12 oder älter sitzt, hat bereits keinen kostenlosen Sicherheitssupport mehr — für v12 endete er im April 2026. Ein ungepflegtes CMS ist die häufigste Eintrittstür in eine Website.

Lohnt sich ein Upgrade von TYPO3 v9 auf v14 oder besser ein Neubau?

Ein Upgrade lohnt sich, wenn Struktur, Inhalte und Redaktionsprozesse tragfähig sind und nur die Technik veraltet ist. Dann ziehen wir die Installation schrittweise über die LTS-Stufen hoch, ersetzen ungepflegte Fremd-Extensions und passen Fluid-Templates an. Für einen Neubau spricht ein Auftritt, dessen Informationsarchitektur ohnehin nicht mehr passt: Dann ist das Upgrade verlorene Arbeit an einer Struktur, die anschließend sowieso ersetzt wird.

TYPO3 oder WordPress — was passt für unsere Website?

TYPO3 passt bei vielen Seiten, mehreren Sprachen, mehreren Mandanten und Redaktionsteams mit unterschiedlichen Rechten. WordPress passt bei schlankeren Auftritten mit einer Redaktion und überschaubarer Struktur. Die Frage ist also weniger technisch als organisatorisch: Wie viele Menschen pflegen die Website, und dürfen sie unterschiedlich viel. Sharpness (Oldenburg) arbeitet mit beiden Systemen und hat deshalb keinen Grund, die Antwort in eine Richtung zu drehen.

TYPO3 im Bestand oder im Neubau?

Wir übernehmen auch Systeme, die woanders gebaut wurden — nach einem Blick in Code und Hosting.

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