01 Ausgangslage
Industriearmaturen verkauft man nicht über Produktbilder. Absperrklappen, Ventile und Schieber unterscheiden sich in Nennweite, Druckstufe, Werkstoff, Anschlussform und Dichtung. Wer einkauft, sucht ein bestimmtes Bauteil und muss es im Katalog zweifelsfrei wiederfinden.
Dazu kommt die Mechanik des B2B-Geschäfts. Kundenspezifische Konditionen, Staffelpreise, Bestellhistorien und Nachbestellungen gehören in Projekten dieser Art zum Alltag. Ein Shop, der diese Daten nicht aus den führenden Systemen bezieht, erzeugt Doppelpflege und Abweichungen zwischen Angebot und Bestellung.
Der Firmenclaim lautet "PARTNER STATT LIEFERANT". Für den Shop heißt das: Er ersetzt die technische Beratung nicht, sondern nimmt ihr die wiederkehrenden Beschaffungsvorgänge ab, damit im Vertrieb Zeit für die eigentlichen Auslegungsfragen bleibt.
02 Lösung
Grundlage ist Shopware 6. Die Katalogstruktur folgt den technischen Merkmalen des Sortiments: Eigenschaften wie Nennweite, Druckstufe und Werkstoff sind als filterbare Attribute modelliert, nicht als Fließtext im Produkttext. Die Suche greift auf einen Index zu, der auch Artikelnummern und Kurzbezeichnungen sauber trifft.
Über Schnittstellen laufen Artikelstammdaten, Preise und Verfügbarkeiten aus den führenden Systemen in den Shop, Bestellungen den umgekehrten Weg zurück. Die Importe sind als wiederholbare Jobs auf PHP 8 gebaut und protokollieren jeden Lauf, sodass ein abgebrochener Abgleich ohne Datenschaden erneut startet.
Betrieb und Hosting liegen auf eigenen Servern in Deutschland. Docker-Container, MariaDB und Redis bilden die Laufzeitumgebung, Updates von Shopware und PHP werden über Stage- und Produktivumgebung eingespielt. Konzept, Umsetzung und Betrieb bleiben in einer Hand.
03 Ergebnis
Der Katalog zeigt denselben Datenstand wie das Backoffice. Preise und Verfügbarkeiten müssen nicht doppelt gepflegt werden, Bestellungen kommen strukturiert im führenden System an statt als E-Mail im Postfach.
Für Einkäufer verschiebt sich der Aufwand: Wiederkehrende Positionen laufen über den Shop, Anfragen mit Auslegungsbedarf gehen weiter an den Vertrieb. Der Shop lässt sich laufend weiterentwickeln, weil Entwicklung und Betrieb nicht getrennt sind.