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Elasticsearch — Suche, die auch bei großen Sortimenten trägt

Elasticsearch übernimmt die Suche, wenn die Datenbank nicht mehr mitkommt: große Sortimente, Filter über viele Attribute, Tippfehler, Synonyme, Gewichtung von Treffern. Wir binden sie in Shopware 6 und in Portalen an und betreiben sie mit. Der unbequeme Teil: Eine gute Suche ist zum größten Teil Datenqualität und Konfiguration. Technik allein liefert nur schnell die falschen Treffer.

Suchdienst für Shop und Portal

Was ist Elasticsearch?

Elasticsearch ist ein eigener Suchdienst: Er hält eine durchsuchbare Kopie der Daten vor und beantwortet Suchanfragen mit Filtern, Tippfehlertoleranz und Relevanzsortierung.

Wofür wir Elasticsearch einsetzen

Wir setzen Elasticsearch dort ein, wo die Suche über die Datenbank an ihre Grenze kommt. Das sind Shops mit großen Sortimenten und vielen Varianten, B2B-Kataloge mit Filterung über zahlreiche technische Attribute und Portale, in denen Nutzer mit unvollständigen Begriffen suchen. In Shopware 6 läuft die Anbindung über die vorgesehene Suchintegration, sodass Filter, Sortierung und Kategorieseiten aus demselben Index bedient werden.

Dazu kommt die inhaltliche Arbeit: Synonyme für Fachbegriffe und Umgangssprache, Gewichtung von Artikelnummer, Titel und Beschreibung, Umgang mit Bindestrichen und Maßangaben. Elasticsearch ist außerdem die Grundlage für semantische Suche und für Retrieval-Verfahren, mit denen Sprachmodelle auf eigene Inhalte zugreifen — RAG. Wer eine solche Anwendung plant, hat mit einem gepflegten Suchindex bereits den halben Weg hinter sich.

Wie wir damit arbeiten: Index, Daten, Betrieb

Am Anfang steht nicht die Installation, sondern das Mapping: Welches Feld ist Text, welches ein Filterwert, welches eine Zahl mit Sortierung. Danach die Datenqualität. Fehlende Hersteller, uneinheitliche Einheiten, leere Kurzbeschreibungen — das schlägt eins zu eins in die Trefferliste durch. Wir sichten die Produktdaten vor der Indexierung und sagen, was vorher aufgeräumt werden muss. Wer schlechte Daten indexiert, bekommt schnell schlechte Treffer.

Im Betrieb geht es um Reindexierung nach Datenänderungen, um Speicher- und Heap-Einstellungen und um die Frage, was passiert, wenn der Dienst ausfällt. Wir richten einen Rückfallweg auf die Datenbanksuche ein, damit ein Shop nicht steht, nur weil ein Index gerade neu aufgebaut wird. Der Dienst läuft im Managed Hosting auf unseren Servern in Deutschland, mit Monitoring auf Indexstatus, Speicher und Antwortverhalten.

Wann Sie Elasticsearch nicht brauchen

Bei wenigen hundert Artikeln lohnt sich Elasticsearch selten. Die Datenbanksuche in Shopware 6 kommt damit zurecht, und der zusätzliche Dienst kostet Speicher, Pflege und Aufmerksamkeit — dauerhaft, nicht nur einmal bei der Einrichtung. Auch ein überschaubares Portal mit klarer Navigation braucht oft keine Volltextsuche über alles, sondern eine bessere Struktur. Suche ist kein Ersatz für eine Kategorielogik, die niemand entworfen hat.

Wenn die Suche als „schlecht“ gemeldet wird, prüfen wir zuerst, woran es liegt. Häufig fehlen Synonyme, sind Felder falsch gewichtet oder tragen Artikel keine brauchbaren Bezeichnungen. Das lässt sich in der bestehenden Suche beheben und kostet weniger als ein neuer Dienst. Erst wenn Sortiment, Filtertiefe oder Trefferqualität nachweislich an die Grenze stoßen, sprechen wir über Elasticsearch. Ein sauber betriebener Suchindex über unbrauchbaren Daten bleibt unbrauchbar.

Häufige Fragen

Ab welcher Sortimentsgröße lohnt sich Elasticsearch?

Eine feste Grenze gibt es nicht, aber bei wenigen hundert Artikeln lohnt es sich selten. Ausschlaggebend ist weniger die Anzahl als die Filtertiefe: Wer über viele technische Attribute einschränken lässt, Varianten führt und Suchanfragen mit Tippfehlern und Synonymen bedienen muss, stößt mit der Datenbanksuche schnell an Grenzen. Wir prüfen das am konkreten Sortiment, statt eine Zahl in den Raum zu stellen.

Warum findet die Suche unsere Produkte trotz Elasticsearch nicht?

Meistens liegt es an den Produktdaten, nicht an der Suchtechnik. Wenn Artikelbezeichnungen uneinheitlich sind, Hersteller fehlen oder Kunden andere Begriffe verwenden als der Katalog, hilft kein schnellerer Index. Wir sehen uns die tatsächlichen Suchanfragen an, ergänzen Synonyme, korrigieren die Gewichtung der Felder und benennen die Datenlücken, die im PIM oder Shop geschlossen werden müssen. Der größte Teil guter Suche entsteht dort, nicht in der Konfigurationsdatei.

Was passiert, wenn Elasticsearch ausfällt?

Ohne Vorkehrung fällt die Suche aus, im schlimmsten Fall auch Kategorieseiten und Filter. Deshalb richtet Sharpness einen Rückfallweg auf die Datenbanksuche ein und überwacht Indexstatus, Speicher und Antwortverhalten. Reindexierungen laufen so, dass der alte Index bis zur Fertigstellung des neuen weiterbedient. Der Shop bleibt dann bedienbar, auch wenn die Trefferqualität für kurze Zeit schlechter ist als gewohnt.

Elasticsearch oder OpenSearch — was ist der Unterschied?

OpenSearch ist ein Fork von Elasticsearch, den AWS 2021 nach einem Lizenzwechsel gestartet hat; seit 2024 liegt die Governance bei der OpenSearch Software Foundation unter dem Dach der Linux Foundation. Elasticsearch selbst ist seit 2024 unter AGPLv3 wieder quelloffen. Für Suche, Filter und Relevanz verhalten sich beide sehr ähnlich, die Bedienung unterscheidet sich in Details. Welches System zum Einsatz kommt, gibt meist die Anwendung vor: Adobe Commerce setzt ab Version 2.4.8 auf OpenSearch, Shopware 6 unterstützt beide.

Elasticsearch im Bestand oder im Neubau?

Wir übernehmen auch Systeme, die woanders gebaut wurden — nach einem Blick in Code und Hosting.

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