Wofür wir WordPress einsetzen
WordPress ist bei uns das System für Auftritte mit klarer Struktur und einer Redaktion: Unternehmenswebsites, Standort- und Objektpräsentationen, Produktseiten ohne Verkaufsfunktion, Blogs und Newsbereiche. Wenn eine Website vor allem informieren soll und nicht mehrere Abteilungen parallel bedient, ist ein WordPress-Projekt schneller am Netz und im Alltag leichter zu pflegen als eine TYPO3-Installation. Der Gutenberg-Editor ist dafür brauchbar, sofern die verfügbaren Blöcke vorher festgelegt wurden.
Häufig kommt WordPress auch als zweiter Auftritt neben einem bestehenden System dazu: ein Karriereportal, eine Kampagnenseite, ein Fachblog. Solche Projekte haben einen engen Rahmen und sollen trotzdem zum Corporate Design passen. Wir setzen sie mit einem eigenen Theme um, das die Gestaltungsvorgaben abbildet, und binden sie in Wartung und Monitoring ein. Eine Website ohne Update-Plan ist kein Projekt, sondern eine Verabredung für später.
Wie wir mit WordPress arbeiten
Wir entwickeln eigene Themes gegen das Design, statt ein gekauftes Theme mit einem Page-Builder umzubiegen. Der Unterschied zeigt sich im Betrieb: Ein eigenes Theme hat den Code, den es braucht, ein Builder-Setup schleppt Optionen mit, die nie jemand benutzt hat. Blöcke definieren wir passend zu den Inhaltstypen, Custom Post Types und Felder ergänzen wir dort, wo Inhalte strukturiert sein müssen und nicht als Fließtext im Editor landen.
Die Sicherheitslage einer WordPress-Installation hängt fast immer an den Plugins, nicht am Kern. Deshalb ist die Plugin-Liste bei uns kurz und begründet: Jedes Plugin braucht einen aktiven Maintainer, eine nachvollziehbare Update-Historie und einen Grund, warum es nicht durch ein paar Zeilen im Theme ersetzt wird. Updates spielen wir zuerst auf einer Staging-Instanz ein. Backups, PHP-Version und Erreichbarkeit überwachen wir im Hosting mit, Support gibt es montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr.
Grenzen: wann WordPress nicht mehr trägt
WordPress ist schnell zu starten und teuer schlecht zu pflegen. Wer günstig zusammenklickt, zahlt später für die Entwirrung. Die Grenze ist erreicht, wenn viele Redakteure mit unterschiedlichen Rechten arbeiten sollen, wenn mehrere Mandanten oder echte Mehrsprachigkeit gefragt sind oder wenn der Seitenbaum unübersichtlich wächst. Rollen- und Übersetzungs-Plugins können das nachbilden, aber jedes davon ist ein weiterer Abhängigkeitspunkt. Für solche Anforderungen empfehlen wir TYPO3.
Beim Verkaufen gilt dasselbe in klein: WooCommerce macht aus WordPress einen brauchbaren Shop für ein überschaubares Sortiment. Sobald B2B-Preislogik, Kundenhierarchien oder eine ERP-Anbindung dazukommen, ist Shopware 6 das passendere System. Und wenn eine Anforderung im Kern eine Anwendung ist — Konfigurator, Portal mit Nutzerkonten, Prozessstrecke mit Freigaben —, bauen wir sie als eigene Software und hängen sie nicht als Plugin an ein Redaktionssystem.